ERANOS

E55733AB-5946-40B2-8550-52958AC3F7DA

war im antiken Griechenland ursprünglich (etwa bei Homer oder Pindar) 

ein Freundschaftsmahl mit einer besonderen „Atmosphäre“, an dessen Kosten sich alle Teilnehmer gleichermaßen beteiligten. 

Dabei bedeutet „Kosten“ nicht, dass die Teilnehmer dem Gastgeber anteilig Geld zahlten. Vielmehr brachten sie eigene Nahrungsmittel, Köstlichkeiten und Weine mit. 

In übertragener Bedeutung ist ein Eranos ein geistiges Fest, zu dem die Eingeladenen Eigenes mitbringen, eine Rede zum Beispiel, ein Lied, einen Trunk oder auch und nicht zuletzt die Offenheit, beim gemeinsamen Gespräch in der Runde schöpferisch zu improvisieren (zitiert nach Tilo Schabert). 

Das gemeinsame intellektuelle Bestreben ist das Kennzeichen eines Freundschafts- und Gastmahles des Eranos. 

Diese Tradition des Eranos,
die z.B. Künstler und Denker wie C.G.Jung am Monte Verita pflegten, habe ich vor langer Zeit aufgegriffen.

Auf dieser Seite wird in unregelmässigen Abständen über die Treffen und Gäste Berichte erscheinen.

peder w. Strux